Thomas Mann an Gottfried Bermann Fischer

Zeitraum
Freitag, 15. April 1938
Datierung
15.4.1938
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Wiederholt und ergänzt seine Bedenken [s. Brief vom 8.4.1938 / Reg. 38/58] gegen B. F.s Pläne einer Verlagsgründung in den USA. B. F. stelle nicht die richtige Vorgeschichte für den Führer des großen amerikanisch-deutschen Emigrationsverlags dar. Stellt fest, dass der Erfolg von B. F.s Wiener Verlag mehr oder weniger seinem Werk zu verdanken sei. Es widerstrebt ihm, dass sich das jetzt bei einer Verlagsgründung in den USA wiederholen solle. »Nennen Sie das nicht hart und häßlich mit Rücksicht auf unsere alten Beziehungen: ich habe Ihnen länger als ich gesollt hätte Treue gehalten, und jetzt scheint mir die Situation eine Trennung des Sachlichen vom Persönlichen zu verlangen.« Weist auf verschiedene kleinere, aber unangenehme Streitfälle hin und auf die Tatsache, dass seine Bücher in deutschen Ausgaben so gut wie nicht zu haben seien. B. F. habe viel versäumt, und der ideelle und finanzielle Schaden sei groß. Trotz der sachlichen Trennung sollten aber die persönlichen, freundschaftlichen Beziehungen nicht leiden.

Erwähnungen

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