Thomas Mann an Max Hermann-Neiße
- Zeitraum
- Donnerstag, 21. Juli 1938
- Datierung
- 21.7.1938
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Es tut ihm leid, dass H. noch nicht in ›Mass und Wert‹ vertreten sei. Will die beiden ihm übersandten ungedruckten Gedichte, von denen ihm ›Das Unvergängliche‹ am besten gefällt, an Ferdinand Lion senden. Seine Frau und er sind noch einmal aus Amerika herübergefahren, um ihre Angelegenheiten zu ordnen und den Rest des Sommers in der gewohnten Umgebung zu verbringen. Ab Mitte September werden sie endgültig in die USA übersiedeln, wo sie in Princeton ein schon vor der Abreise gemietetes Haus erwartet. Seine ihm von der Universität angetragene Tätigkeit als »Lecturer in the Humanities« wird ihm Zeit zu eigener Arbeit lassen. Sie haben sich vorgenommen, alljährlich für die Sommermonate in die Schweiz zu kommen. »Wir merken eigentlich erst jetzt, wie sehr wir doch an diesem Lande, das uns fünf Jahre lang Heimat bot, und an Zürich hängen. Schließlich habe ich hier mein bestes und heiterstes Buch, den dritten Joseph, geschrieben.» Verspricht, H. einmal in London zu besuchen.
