Thomas Mann an Editor of ›Common Sense‹, New York
- Zeitraum
- Sonntag, 5. November 1939
- Datierung
- ohne Datum [laut Tagebuch: 5.–10.11.1939]
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Äußert sich zu Peter Vierecks Artikel ›Hitler and Richard Wagner‹: Obwohl er ein Bewunderer Richard Wagners sei, stimme er diesem Artikel fast vollkommen zu und halte ihn für verdienstvoll, weil für Amerika zum ersten Mal die schmerzliche Verwandtschaft der Wagnerschen Kunst mit dem Nationalsozialismus aufgezeigt werde. Beruft sich auf seinen Aufsatz ›Leiden und Größe Richard Wagners‹, stellt die europäisch beeinflusste, von doppelbödiger Psychologie getragene Kunst Wagners dar und findet ihre Wurzeln in dem deutschen Geist des 19. Jahrhunderts, in dem auch die nationalsozialistische Idee wurzelt: »National Socialism, in all its ineffable empirical vileness, is the tragic consequence of the mythical political innocence of the German spirit.«
