Thomas Mann an Hubertus Prinz zu Löwenstein

Zeitraum
Sonntag, 21. April 1940
Datierung
21.4.1940
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Wendet sich in scharfer Form gegen L.’s Artikel ›Die Gefahren der Vernichtungspolitik für die ganze Welt‹ in der New Yorker ›Staatszeitung und Herold‹. Widerlegt die einzelnen Behauptungen des Artikels, z.B. dass der Deutschenhaß der Franzosen und Engländer ihrem schlechten Gewissen wegen des Versailler Vertrags entspringe, dass die Propagandasendungen der Westmächte von einem erschreckenden Ungeist zeugten, dass eine gewaltsame Abtrennung Österreichs vom Reiche geplant sei usw. L. habe aber z.B. nicht die gewaltsame Angliederung Österreichs erwähnt. Der Artikel sei in seinen Augen die Kundgebung einer Gesinnung, die ihn im tiefsten abstoße und mit deren Vertreter er nicht zusammenarbeiten könne. Erklärt endgültig seinen Austritt aus der ›American Guild for German Cultural Freedom‹. Bedauert, dass die jahrelangen freundlichen Beziehungen zu dem Generalsekretär dieser Vereinigung mit einem solchen Mißklang endeten. »Aber wir leben in einem Weltbürgerkrieg, in dem jeder seinen Platz kennen muß, und Sie haben den Ihren gewählt.«

Erwähnungen

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