Thomas Mann an Erich von Kahler
- Zeitraum
- Mittwoch, 25. September 1940
- Datierung
- 25.9.1940
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Erhielt vor kurzem die erfreuliche Nachricht, dass Heinrich Mann und Golo wohlbehalten in Lissabon eingetroffen seien. Er selbst könne vor dem 6. Oktober wegen eines Vortrages nicht in New York sein. Für alle Fälle wäre Klaus dort. – Legt für Elias Canetti einige Zeilen [zur Unterstützung von dessen Antrag auf ein Visum] bei. Ihm habe der Verfasser der ›Blendung‹ immer »einen entschieden merkwürdigen Eindruck« gemacht. – Kann leider bei dem »Donath-Unternehmen« nicht zusammen mit Richard Beer-Hofmann auftreten, stellt aber seinen Namen gern zur Verfügung. – Emil Oprecht habe für das nächste Heft von ›Maß und Wert‹ allerlei »ganz Brauchbares« in Bereitschaft; bittet K., selbst noch einen Beitrag zur Verfügung zu stellen. – Der Brief sei zwei Tage liegengeblieben, in denen sie die schreckliche Nachricht vom Tod ihres Schwiegersohnes Jenö Lányi erhalten hätten. Ihre Tochter Monika sei gottlob gerettet worden, sie werde von Erika in einem Spital in Schottland abgeholt werden.
