Thomas Mann an Bruno Frank

Zeitraum
Dienstag, 4. Februar 1941
Datierung
4.2.1941
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Bedauert, dass die beiden Exemplare der ›Vertauschten Köpfe‹ – für F. und seinen Bruder Heinrich – anscheinend verlorengegangen sind. »Von der Geschichte ist nicht viel Aufhebens zu machen, sie wäre nur eine kleine Zerstreuung gewesen. Aber um die Exemplare täte es mir leid, denn es sind vorläufig nur wenige davon herübergekommen.« [Das Exemplar für Heinrich Mann traf ein, s. dessen Brief an ihn vom 3.2.1941.] Erinnert sich plötzlich, dass am 27. März Heinrichs 70. Geburtstag ist. Es müssten großartige Vorbereitungen getroffen werden. Bittet F. und dessen Frau um Pläne und Ideen. Sie selbst kommen wegen einiger Vortragsverpflichtungen erst knapp vor dem besagten Datum an und müssten sich in den gegebenen Festrahmen einfügen. – Fürchtet, besonders für seine Frau, die Strapazen, die die Auflösung des Haushaltes mit sich bringen. Wegen des neuen Miethauses in Kalifornien wird Katia sich an die Agentin wenden. – Erzählt von dem zweitägigen Besuch zu dritt, mit Erika, im Weißen Haus. »Sogar den berühmten Coctail hatten wir mit ›Ihm‹ im Arbeitszimmer. Dieser Rollstuhl-Cäsar gefällt mir immer besser. Er ist der geborene Gegenspieler der Halunken in Europa und haßt sie genau wie wir, – ein ganz seltenes und erstaunliches Erlebnis.«

Erwähnungen

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