Thomas Mann an Hermann Hesse

Zeitraum
Sonntag, 15. März 1942
Datierung
15.3.1942
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Anlass eines Briefes an H. seien die Werke Schubarts, die dieser vor 16 Jahren herausgegeben hatte und die ihm beim Einordnen seiner Bibliothek in das neue Arbeitszimmer in die Hände gefallen waren. Sie seien ihm eine köstliche Lektüre gewesen. »Das exuberante Deutsch, in dem der Mann sein rappelköpfiges und zerknirschtes Künstlerleben erzählt«, habe er »unbeschreiblich genossen«. Fragt, ob H.’s Bücher jetzt in Deutschland verboten seien. Von ›Joseph IV‹ wird nur in den USA eine deutsche Ausgabe erscheinen. Urteilt abschätzig über Werfels ›Bernadette‹ mit ihrem »snobischen Katholizismus und unappetitlichen Wunderglauben«. – Arbeitet beharrlich weiter, hofft auf ein Wiedersehen. – Ist dankbar für sein schönes neues Arbeitszimmer.

Erwähnungen

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