Thomas Mann an Emil Oprecht

Zeitraum
Mittwoch, 19. August 1942
Datierung
19.8.1942
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Erkundigt sich nach O.’s Ergehen; hofft, dass in diesen immer schwieriger werdenden Verhältnissen der Mut zur verlegerischen Arbeit nicht verloren gehe. – Erhielt von Heinz Politzer aus Jerusalem dessen Übersetzung von Shakespeares Sonetten, die er mit großer Anteilnahme gelesen habe. Ist oft fast erschrocken von dem Geist eines Dichters, von der Bitterkeit und Menschenverachtung, die aus diesen Dichtungen spreche. Empfiehlt O. die Übersetzung, die großes sprachliches Können zeige, und meint, es müsste eine Möglichkeit bestehen, diese Publikation durch eine besondere Werbeaktion als Subskriptions-Veröffentlichung herauszubringen. In Amerika bestünden keine Chancen für das Buch. – Erzählt von ihrem Leben in den USA, dem »schmucken und praktischen neuen Heim«, in dem er »unentwegt dem nahen Schluß des letzten Josephbandes« entgegenarbeitet. Freut sich, dass noch ein weitläufiger Kontakt mit der Schweiz besteht, und gibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf.

Erwähnungen

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