Thomas Mann an Agnes E. Meyer

Zeitraum
Freitag, 11. Juni 1943
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Erhielt auf seinen Brief an Archibald MacLeish [vom 25.5.1943] von diesem eine beruhigende Antwort [in der Sache: Polemik von Anne B.G. gegen Klaus Mann, s. Br. v. 8.5. und 26.5.1943 an Meyer] und ebenfalls MacLeishs Erklärung in der ›Tribune‹. Hätte er gewußt, was für »eine unbeachtliche und allgemein abgelehnte Querulantin« jene B.G. sei, hätte ihn die Sache weniger aufgeregt. Dankt für die Nummer der ›Saturday Evening Post‹ mit dem illustrierten Artikel über die Meyer-Familie. Es sei ein »eigentümliches Gefühl, einen ihm privat-menschlich vertrauten Menschenkreis so im ›Scheinwerferlicht‹ zu sehen«. Diktierte soeben eine Rede für eine Massenversammlung in San Francisco über die Nazi-Greuel und insbesondere über die Juden-Massaker, obwohl er am liebsten an seinen neuen Roman denken möchte. Hatte Gäste bei sich, unter denen sich auch Arnold Schönberg befand. Sucht zur Zeit die Gesellschaft von Musikern und Komponisten, »um etwas zu lernen«. Hat von dem Münchener Studentenaufruhr gehört. Es sei ihm eine Freude, dass der deutschen, hoffentlich auch der europäischen Jugend, endlich die Augen »über diese Lügenrevolution« aufgegangen seien.

Erwähnungen

Hinweis: der Eintrag befindet sich in Prüfung. Haben Sie Korrekturen oder Ergänzungsvorschläge?