Thomas Mann an Agnes E. Meyer
- Zeitraum
- Dienstag, 6. Juli 1943
- Datierung
- 6.7.1943
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Beteuert, dass die Anfrage von Alfred A. Knopf und dem Verlag Simon and Schuster, ob sie als Nachfolgerin »der armen alten Lowe« die Übersetzungen der nächsten Arbeiten von ihm übernehmen würde, ohne sein Wissen erfolgt sei; dass er im Gegenteil stets auf derartige Anspielungen geantwortet habe, sie sei mit ihren sozialen Pflichten im Kriege ausgelastet. Läßt andererseits durchblicken, dass sie die ideale Übersetzerin seines neuen Romans sein würde, der kein Joseph-Epos werde, sondern höchstens ein Band von 250-300 Seiten. – Schickt ihr seine Ansprache [über das Schicksal der Juden]. – Erzählt von seinem damaligen Vormund, dem »Biedermann namens Tesdorpf«. »Es scheint, Paul Leverkühn [damaliger gerichtlich bestellter Vormund der Mann-Kinder] hat größenwahnsinnige Aussagen gemacht.«
