Thomas Mann an Agnes E. Meyer
- Zeitraum
- Montag, 29. Mai 1944
- Datierung
- 29.5.1944
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Findet M.s Artikel in den ›Book of the Month Club News‹ im Druck noch schöner als im Manuskript, kann aber auch Henry Seidel Canbys Besprechung des Buches seine Hochachtung nicht versagen, der vor allem die populären Eigenschaften des Romans herausgestrichen und ihn eine »Success story« genannt hat. Ist mit dem ›Council for a Democratic Germany‹ wegen eines Briefes von Martin Gumpert in Konflikt geraten und wurde von Clifton Fadiman im Auftrage des ›Writer’s War Board‹ gedrängt, sich öffentlich gegen den ›Council‹ auszusprechen. Hat eine ablehnende Antwort gegeben, die aber das Notwendige enthält [s. Brief an Clifton Fadiman vom 29.5.1944 / Reg. 44/189; vor diesem Brief verfasst]. Ist in seiner Arbeit am ›Doktor Faustus‹ zu Leverkühns musikalischen Studien gekommen, wobei er sich mit Briefen an den Erzähler behelfen musste, was ihn an die Gewohnheiten gewisser Schmierentheater erinnert, die nicht genügend Personal haben und Nachrichten durch Briefe überbringen lassen. Erhielt von Klaus Mann deutsche Zeitungsausschnitte über das deutsche Kulturleben: über Ernst Bertram, Emil Preetorius, Karl Voßler: »ein Gespenster-Reigen«.
