Thomas Mann an Franz W. Beidler

Zeitraum
Montag, 27. Januar 1947
Datierung
27.1.1947
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Konnte ihm nicht, wie gewünscht nach München oder Bayreuth schreiben, da B.’s Brief erst jetzt eintraf. Außerdem ist er mit dem ›Doktor Faustus‹ so beschäftigt, dass darunter die Korrespondenz leidet. Es wäre eine Erfüllung seiner Jugendträume, würde er Ehrenvorsitzender der Bayreuther Festspiele. Aber sein Mißtrauen gegenüber Deutschland ist so groß, dass er absagen muß. Er versteht B.’s Bereitwilligkeit, die Festspielidee neu zu beleben. Scherchen scheine ihm kein Dirigent erster Klasse zu sein. Und Ansermet sei mit Wagner zu wenig verbunden. Der. Schuh von der ›Neuen Zürcher Zeitung‹ würde er als Schweizer Vertreter im Beirat begrüßen, wenn er den Ruf annähme; Schuh habe als erster seinen Wagneraufsatz in Schutz genommen. – Sein Schwager Klaus Pringsheim ist aus Japan zurück und lehrt jetzt an der ›Music School of Southern California‹.

Erwähnungen

Hinweis: der Eintrag befindet sich in Prüfung. Haben Sie Korrekturen oder Ergänzungsvorschläge?