Thomas Mann an Sidney G. Philipps, Dial Press, New York

Zeitraum
Dienstag, 10. Juni 1947
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Äußert sich ganz allgemein zu der von ihm bei der Dial Press geplanten Goethe-Auswahl. Sie werte etwa 800 Seiten umfassen, und zwar etwa 350 Seiten Dramen, 350 Seiten Prosa und 100 Seiten Gedichte. Diese würden in drei Gruppen eingeteilt: Jugendgedichte, Balladen und Altersgedichte. Sobald er von der Europareise zurück ist, wird er mit der Arbeit beginnen. Noch ungeklärt ist die Frage der Übersetzung. Teilweise könnte man auf vorliegende Übersetzungen zurückgreifen, manches muß neu übersetzt werden. Die bisherige ›Egmont‹-Übersetzung findet er nicht gut, sehr gelungen diejenige des ›Tasso‹. Besonders wichtig ist eine einwandfreie Übersetzung der Gedichte; erwähnt als Beispiel dafür das Gedicht ›An Charlotte von Stein‹. Geeignet als Übersetzer erscheint ihm W.H. Auden, der aber wohl zu beschäftigt und auch zu teuer im Honorar sein wird. Denkt an Frederic Prokosch, dessen Hölderlin-Übersetzungen ausgezeichnet seien. Auch Stephen Spender vom Saraw Lawrence College käme in Frage, den er aus dem PEN-Club kennt [s. Br. an Klaus M. v. 25.9.47].

Erwähnungen

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