Thomas Mann an Félix Bertaux

Zeitraum
Freitag, 4. Juli 1947
Datierung
4.7.1947
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Seine Frau und er sind nach »einem schrecklichen Tumult von Anforderungen, Anstrengungen und Leistungen« in »diese tannenwaldige Höhe« geflüchtet und kann jetzt erst B.’s Brief beantworten. Seine Reisepläne hätten sich geändert; sie werden nicht über Paris, dessen Besuch der Arzt ihm bei dieser sommerlichen Hitze verboten hatte, nach Amsterdam fahren, wohin er Vortragseinladungen hatte. Somit entfalle ein Besuch in Sèvres, was er sehr bedaure, weil er die Unterhaltungen mit B. über die europäische Lage entbehre. – Die Angelegenheit des ›Doktor Faustus‹ und seiner Übersetzung [s. Br. an B. v. 12.4.47] habe sich unter den Händen gegen seine ursprünglichen Wünsche entwickelt. Das großzügige Angebot des Verlages Albin Michel, den über Mrs. Bradley ausgehandelten Vertrag an den Verlag Gallimard abzutreten, konnte dieser aus finanziellen Gründen nicht annehmen. So bleibe ›Doktor Faustus‹ beim Verlag Albin Michel. Sein Brief an Mrs. Bradley, in dem er B. als Übersetzer vorschlug, blieb unbeantwortet, und so sei er froh, Louise Servicen, die gute Arbeit bei ›Lotte in Weimar‹ und den Josephbänden geleistet hat, im Hintergrund zu haben. Er sei auch im Zweifel gewesen, ob B., der ein eigenes Werk auf den Schultern trägt, bereit gewesen wäre, diese »fast achthundert prekären Seiten« zu übersetzen.

Erwähnungen

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