Thomas Mann an Jaques Mercanton

Zeitraum
Samstag, 19. Juli 1947
Datierung
19.7.1947
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für M.’s »ergreifende Sendung, Brief und Aufsatz«. »Sie haben ›mit freundschaftlicher Hand die Summe meiner Existenz entzogen‹, wie Goethe einmal an Schiller schrieb.« Besonders sei seine ›Shakespeare-Caesar-Assoziation‹, »merkwürdig und frappant in der Tat, da sich mir diese Verse sehr früh für immer eingeprägt haben«, zitiert dann die Verse aus Antonius‹ Leichenrede. – Warnt M., sich zu sehr auf den ›Faustus‹ zu freuen: »C’est un livre extrêmement allemand, bien sinistre et mélancholique, denn es handelt im Grunde vom deutschen Charakter und Schicksal und ist zugleich eine Art von radikaler und diabolischer Selbstdarstellung...« [s. Br. an J. Mercanton v. 21.1.1948].

Erwähnungen

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