Thomas MannLetters

Thomas Mann’s correspondence comprises more than 20,000 letters. The online platform ‘Thomas Mann Letters’ aims to comprehensively document the writer’s correspondence and is constantly being expanded. Search through metadata and content summaries of currently more than 16,000 letters. The data is based on the five-volume book edition ‘Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register’ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). More about the project

June24

1910
München
Lädt H. zum 25. Juni nachmittags 6 Uhr ein.
1910
München
Ist im doppelten Umzuge – jetzt nach Bad Tölz und im Herbst in der Stadt –, so dass er Sch. nicht zu sich bitten kann. »Wenn Sie im Laufe des Sommers einmal einen Ausflug nach Tölz machen, würde es mich sehr freuen, Sie dort begrüßen zu können.«
1915
München
Berichtet über den kritischen Verlauf der Krankheit seines Sohnes Klaus.
1915
München
Dankt für die ›Kriegsbriefe deutscher Studenten‹, die ergreifende Dokumente dieser Zeit seien. – Ist immer noch in großer Sorge um seinen Sohn Klaus. »Wir hatten gestern einen schweren, schweren Tag. Unser Junge war so gut wie aufgegeben. Nach der letzten unglaublichen Operation war Darmlähmung eingetreten. Aber das Herz hielt aus, und seit heute Nacht ist eine gewisse Tätigkeit der Apparatur wieder vorhanden. So besteht wieder einige Hoffnung.«
1917
München
Dankt W. brieflich für die Aufführung von Hans Pfitzners ›Palestrina‹ vom Vorabend, da W. sich anschließend auf seine Urlaubsreise begeben hat. Hebt noch einmal die musikalischen Feinheiten der Oper hervor, die er zum dritten Mal gehört hat, empfindet in dem Geist dieses Werkes das Humane, das ihn von der Polemik erlöse. – Von Pfitzners Besuch und seiner zwiespältigen Persönlichkeit. – Nochmals Dank an W. für alle Musikerlebnisse dieses Winters. Lädt ihn nach Bad Tölz ein.
1922
München
Bedankt sich für W.s »gediegenes, tief gegründetes kleines Buch.« Er sei W. dankbar dafür, wie er ihn in diesen Zusammenhang stelle. »Ein wenig [unterstrichen] Selbststilisierung aus dem Betrachtungsroman war freilich wohl im Spiel«
1926
München
Bedauert, für den kommenden Winter keine Vortragsreise-Verpflichtungen eingehen zu können.
1926
München
Hat W.s Vorschlag an den S. Fischer Verlag weitergegeben; dieser wird sich mit ihm in Verbindung setzen.
1929
München
Hat mit Vergnügen das Bildwerk ›Romantik der Kleinstadt‹ durchgesehen. »E. O. Hoppé, dessen außerordentliches Können mir bekannt war, besonders durch einen Besuch in seinem Londoner Atelier, bewährt an diesen Motiven deutscher Idyllik seinen ganzen Feinsinn und seine ganze photographische Kultur.«
1929
München
Urteilt über Fülöp-Millers ›Geist und Gesicht des Bolschewismus‹: »Es ist die erste große Gelegenheit, den Bolschewismus nach seinem ganz materiellen und geistigen Umfange kennenzulernen und sich im Urteil über ihn zu befestigen.«
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