Thomas MannLetters

Thomas Mann’s correspondence comprises more than 20,000 letters. The online platform ‘Thomas Mann Letters’ aims to comprehensively document the writer’s correspondence and is constantly being expanded. Search through metadata and content summaries of currently more than 16,000 letters. The data is based on the five-volume book edition ‘Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register’ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). More about the project

February12

1901
München
Bittet ihn um Stellungnahme zu den Zwistigkeiten, die nachträglich um Carlas Porträtsitzungen bei ihm entstanden seien.
1906
München
Beantwortet drei Fragen zur Entstehung der ›Buddenbrooks‹, den langsam wachsenden Erfolg des Romans und die Stellungnahme der Kritik. »Ich schrieb das Buch unter dem heftigsten Überdruß und ohne Glauben an seinen Werth zu Ende. Da ich ja sehr skrupulös und stockend produziere, so war ich noch jeder Arbeit, die ich beendete, bis zum Erbrechen satt. Ich lieferte sie in Verzweiflung ab und mußte dann erst langsam durch die Wirkung auf Kenner und Publicum wieder zum Glauben an sie bekehrt werden. [...] Bei Buddenbrooks war es in besonderem Maße der Fall.« S. Fischer habe sehr gezögert, dem Publikum ein erzählerisches Werk von 1200 Seiten anzubieten, aber er habe das Experiment gewagt und die erste zweibändige Ausgabe zu dem hohen Preis von 12 Mark in einem Jahr abgesetzt. Erst die einbändige Ausgabe zu 6 Mark habe den Erfolg gebracht. Der Roman stehe jetzt im 36. Tausend. Die Kritik sei durchaus nicht einmütig, aber die sympathisch gehaltenen Besprechungen seien doch in der Überzahl gewesen.
1908
München
Rudolf Presber hatte ihm zwölf Bücher ins Haus geschickt, die alle auf der ersten Seite den Titel »Die Bücher des Deutschen Hauses« tragen, und wünscht eine Äußerung von ihm, die für die Öffentlichkeit bestimmt sei. Von allen Versuchen sozialer Liebestätigkeit, »den geistig Unberatenen und wirtschaftlich Schwachen« gute Bücher zu liefern, scheine ihm dieser am gelungensten. Die Auswahl sei mit großem pädagogischen Geschick getroffen, unter diesen ersten zwölf, die wöchentlich mit je einer weiteren Publikation fortgesetzt werden sollen, befänden sich Werke, die leichte Zugänglichkeit mit künstlerischem Wert verbänden. Von Goethe und Balzac reiche der Bogen bis Max Kretzer und dem Schweden Nicolai. Das Erstaunlichste sei bei gutem Einband, Druck und Papier der außerordentlich niedrige Preis, 0.75 Mark für den Band. Hier könne sicher kein Geschäft gemacht werden, hier wirke ein reiner, uneigennütziger Geist im Dienst einer guten und liebevollen Sache.
1910
München
Beantwortet L.s Anfrage vom 10.2.09, ob er den Brief einer Dame seiner Verwandtschaft, die sich durch seine Satire auf Samuel Lublinski verletzt fühlte und ihre Beziehungen zu ihm lösen wolle, gutheißen könne: sein Unwille über das »Pamphlet« sei womöglich noch stärker als der seiner Angehörigen; er beabsichtige, L. öffentlich »so scharf wie möglich« zu desavouieren, falls L. nicht in der ›Schaubühne‹ eine Erklärung veröffentliche, »welche feststellt, daß alles Persönliche, namentlich das alberne Geschwätz, das Sie Lublinski zuschrieben, auf freier Erfindung beruht, und anerkennen, daß Sie nur aus Unkenntnis gerade diesen Schriftsteller zum Gegenstand Ihrer Satire gemacht haben«.
1911
München
Lehnt es ab, in Fischers Fest-Katalog einen Artikel über die deutsche Literatur der letzten 25 Jahre zu schreiben; schlägt als Geeigneteren Hermann Bahr vor. Ist dagegen bereit, eine ›Peter Schlemihl‹-Ausgabe herauszugeben.
1917
München
Schickt M. einen Beitrag für eine Anthologie: »aus einem größeren Zusammenhang ein paar Seiten herausgeschrieben«.
1918
München
Hat an dem Bericht [über seine Lesung in Lübeck] in den ›Lübecker Anzeigen‹ sein Vergnügen gehabt. – »Magnifizenz« habe ihm den Druck seines Vortrags über forensische Verteidigung geschickt: »sehr gut zu lesen«. [Anerkennung des Bürgermeisters für seine Mitwirkung bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Stadttheater zugunsten der Verwundeten des Krieges]. – Schreibt am »kritischen Vorwort« zu den ›Betrachtungen‹. – Wird morgen eine Aufführung der ›Meistersinger‹ unter Bruno Walter besuchen.
1918
München
Bittet C., ihn bei der Suche nach einem Artikel Hofmillers, soweit er sich erinnert, über die Freimaurerei in den ›Süddeutschen Monatsheften‹ zu unterstützen.
1920
München
Dankt für G.s »große Aufmerksamkeit«. »Mit wahrem Behagen habe ich Ihre Geschichte gelesen.«
1920
München
Lehnt die ehrenvolle Aufforderung, auswärts zu lesen, ab. Hat wegen dringender Arbeit und aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr alle Reise-Anträge abgelehnt und würde sonst – namentlich in Bonn – schwer anstoßen.
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