Thomas Mann an Hans Reisiger
- Zeitraum
- Sonntag, 28. März 1948
- Datierung
- 28.3.1948
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Lobt R.s Roman ›Ein Kind befreit die Königin‹ als ein »nobles, klares, reines« Buch, bei dessen Lektüre die Küsnachter Stunden wieder lebendig werden, als sie zuerst von dem Roman hörten. Findet auch »Mattigkeiten gehobenen Tones« darin und glaubt, dass seine neue Erzählung ›Aeschylos vor Salamis‹ den früheren Roman als »Konzeption und Wurf und Schau« noch übertreffen werde. – Empfindet alles, was er nach dem ›Doktor Faustus‹ noch schreiben werde, als »Zeitvertreib und Nachspiel«. Ist über zweifelhafte Versuche der Nacherzählung von Hartmann von Aues Gregorius-Legende noch nicht hinausgekommen. Berichtet von seinem Unfall und seiner Absage, bei der Paulskirchenfeier in Frankfurt am Main zu sprechen.
