Thomas Mann an Georg Rudolf Philipps

Zeitraum
Montag, 28. Januar 1952
Datierung
28.1.1952
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Zum Problem, wie sich die junge Generation zu seinem Leben stelle: Gerade um das Urteil über die ›Buddenbrooks‹ sei ihm nicht bange, das Buch habe 50 Jahre frisch überlebt und werde, wenn nicht alles trüge, auch die gegenwärtige Generation überleben. Wenn jemand den ›Zauberberg‹ oder den ›Faustus‹ nicht zu Ende lesen kann, dann mag das wohl am Buch liegen, bei den ›Buddenbrooks‹ sei der Fall umgekehrt. – Zum Thema »neueste deutsche Literatur«: In der Bewunderung für Kafka stimme er mit Hermann Hesse überein; Hesse stehe ihm, um Ph.s Frage zu beantworten, unter den lebenden deutschen Autoren am nächsten. Er habe als Preisrichter des René-Schickele-Preises allerlei lesen müssen, glaubt, dass das interessanteste literarische Leben heute wieder einmal in Frankreich zu finden sei [s. Brief an Georg Rudolf Philipps vom 17.10.1951 / Reg. 51/423].

Erwähnungen

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