Thomas Mann an Leopold Szondi
- Zeitraum
- Freitag, 23. Oktober 1953
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Bedankt sich für S.s ›Schicksalsanalyse‹. Sieht eine Verbindung des Werkes zu Schopenhauers ›Über die scheinbare Absichtlichkeit im Schicksal des Einzelnen‹. In der Lehre von der ›Elternwahl‹, bildlich wie diese immer zu nehmen sei, »noch vor der Kopulation der Geschlechtszellen«, scheine ihm das genotropistische Denken in eine Philosophie des »Willens« zu sich selbst hinüberzuspielen. »Der Mensch mit seinem Schicksal ist also, was er hat sein wollen.«
