Thomas Mann an Alfred A. Knopf
- Zeitraum
- Montag, 5. März 1934
- Datierung
- 5.3.1934
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Bedankt sich für eine Geldüberweisung. »Ich weiß das menschlich Schöne dieser Geste, gerade in jetziger Zeit, wo der Geschäftsmann im Ganzen größte Zurückhaltung übt, besonders zu schätzen.« Die Schwierigkeiten, die seine Jaakobsgeschichten »einem unmittelbaren Verständnis von Seiten des romanlesenden Publikums entgegensetzt«, seien ihm klar, jedoch werde das Werk dem Publikum auch Manches entgegenbringen, »wonach es, bewußt oder unbewußt, Verlangen trägt«. Mit einem Erfolg wie mit dem ›Zauberberg‹ sei wohl nicht zu rechnen, jedoch beruhige ihn der Gedanke, dass das Buch »jedenfalls Ihrem Verlage im geistigen und literarischen Sinn nicht zur Unehre gereichen wird«. Sein Agent Brandt & Brandt wolle Teile aus den ›Geschichten Jaakobs‹ amerikanischen Magazinen und Zeitungen zum Vorabdruck anbieten, was er für eine gute Idee halte. Eine von K. erwähnte »feindliche Veröffentlichung« [von Herbert Solow] sei ihm nicht zu Gesicht gekommen; er wolle gegebenenfalls Material für eine Erwiderung liefern. Er sei im letzten Sommer häufig und freundschaftlich mit Seabrook zusammengekommen.
