Thomas Mann an Philipp Witkop

Zeitraum
Freitag, 2. April 1926
Datierung
2.4.1926
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Beglückwünscht W. zu seinem Erfolg in Hamburg; er wäre gern dabei gewesen. – Über die wieder ausgebrochene Lungenerkrankung seiner Frau: es sei Arosa indiziert. »In Davos können wir uns nicht gut blicken lassen.« Wird sie für drei Wochen begleiten. – Hofft, mit seiner ›Pariser Rechenschaft‹ bis dahin fertig zu sein, die ›Neue Rundschau‹ wird sie in drei Fortsetzungen bringen. »Es wird wohl ein kleines Buch abgeben, denn teils aus dem Wunsch, der Sache mehr Substanz zu geben, teils verlockt durch die Tagebuch-Form, habe ich mir allerlei Abschweifungen erlaubt, z. B. eine Polemik gegen Bäumlers übrigens sehr gescheite und interessante Bachofen-Einleitung.« – Beruhigt W., er könne ›Goethe und Tolstoi‹ gern lesen, ohne dass es ihm den Sinn verwirren werde wie Josef Ponten, der ihm klagte, er habe für seinen Wolga-Deutschen-Roman so wunderbares Rohmaterial aufgestöbert, dass er es nicht durch *seine* Form vernichten wolle. »Ich habe ihn nach Kräften auf die Beine gebracht.« – Ernst Bertram sei zur Zeit hier, sein »professoraler Chauvinismus« habe bei ihm überhandgenommen, sonst unterhielten sie sich aber »ganz vortrefflich«.

Erwähnungen

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