Thomas Mann an Redaktion ›Arbeiter-Zeitung‹, Wien
- Zeitraum
- Mittwoch, 25. Oktober 1933
- Datierung
- 25.10.1933
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Erwidert auf den Artikel ›Literatur und Charakter‹ der ›Arbeiter-Zeitung‹ vom 19. Oktober. Die öffentliche Absage an die von seinem Sohn [Klaus] geleitete Zeitschrift ›Die Sammlung‹ habe den Grund, dass ihm die »positive und produktive Art, dem höheren Deutschtum zu dienen«, näher liege als die »polemische«: Er wolle sich, solange es möglich ist, nicht von seinem innerdeutschen Publikum trennen, wobei es sich nicht um den »Markt« handle, sondern »um die geistige und künstlerische Wirkungsmöglichkeit«. Legt das Vorgehen der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums im Augenblick des Erscheinens seines Buches dar, die gegen ihn den Vorwurf des geistigen Landesverrats erhoben und die das deutsche Sortiment zum Boykott seines Buches aufgefordert habe. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. Hofft, dass diese Darstellung die Zeitung zu einer Revision ihres Urteils über ihn bestimme.
