Thomas Mann an Lajós Baron Hatvány
- Zeitraum
- Montag, 11. Februar 1935
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Frau Katia und er danken H. für dessen Gastfreundschaft während ihres Aufenthaltes in Budapest. – Über seinen »mysteriösen« Kosztolányi-Glückwunsch: Die Redaktion [des ›Nyugat‹] habe ihm mitgeteilt, dass sie sein Vorwort zu Kosztolányis ›Blutigem Dichter‹ wieder abgedruckt habe, da sie so schnell keinen Originalbeitrag von ihm erhalten konnte. Nach H.s Feststellung sei aber einiges hinzugefügt: »Nun, ländlich, sittlich. Aber ich muß wenigstens hoffen, daß man mir nichts Kompromittierendes zugeschrieben hat.« – Dankt H. für Zeitungsausschnitte und eine Bilderserie, die während seines Vortrags entstanden war: »Man hat doch keine Ahnung, wie man aussieht bei solchen Gelegenheiten, und ich muß sagen, daß mein eigenes Temperament mich überrascht hat.« – Seine Frau und er sind dem schlechten Wetter in Zürich entflohen und auf 14 Tage nach St. Moritz gefahren, wo sie Bruno Walter und Frau trafen. – Erkundigt sich nach einem liegengelassenen Manuskript eines Autors namens Nielden, das ihm in Prag übergeben wurde.
