Thomas Mann an Elias Canetti

Zeitraum
Donnerstag, 14. November 1935
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für Übersendung von Canettis Roman ›Die Blendung‹. Das Werk habe ihn neben seines Bruders ›Henri Quatre‹ am meisten beschäftigt. Hat Vergnügen daran gehabt, »einen unbequemen jungen Autor kennen zu lernen«; es sei viel Sturm und Drang in dem Roman; er sei aber angetan »von seiner krausen Fülle, dem Débordierenden seiner Phantasie, der gewissen erbitterten Großartigkeit seines Wurfes, seiner dichterischen Unerschrockenheit, seiner Traurigkeit und seinem Übermut«. Der Reichner-Verlag sei zu beglückwünschen, dass er es herausgebracht hat.

Erwähnungen

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