Thomas Mann an Ruth H. Rosenau

Zeitraum
Montag, 6. April 1942
Datierung
6.4.1942
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für ihren vertrauensvollen Brief. Es sei in dieser Zeit nicht leicht, ihre Zukunftssorgen zu beschwichtigen. Selbst der politische Pessimismus, der manchmal in einem überhand nehme, beruhe auf dem Gefühl, dass der Faschismus diejenige politische Form sei, die »in diese Jazz- und Fußballwelt« passe. – Trotzdem glaube er, »daß die Werte, die wir lieben, das Schöne und Geistige, uns eingeboren und unzerstörbar sind«. Alles in allem könne er an der Zukunft nicht verzweifeln und missbillige Handlungen, die aus solcher Verzweiflung stammen, wie der Selbstmord Stefan Zweigs. Es komme darauf an, dass durch den Ausgang des Krieges eine Atmosphäre geschaffen werde, in der das Schöne und Geistige leben und atmen kann. Sie möge mit diesem »Versuch eines gemäßigt hoffnungsvollen Zuspruchs« vorliebnehmen.

Erwähnungen

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