Thomas Mann an Ida Herz

Zeitraum
Sonntag, 9. Mai 1943
Datierung
9.5.1943
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Erzählt, wie er seine Tage verbringt: z .Zt. sind die beiden Enkelbuben auf Besuch. »Der Ältere, Fridolin, ist das Reizendste an Dreijährigkeit, was mir vorgekommen, bildhübsch und schelmisch, dass mir das Herz aufgeht, wenn ich ihn nur ansehe.« Der Schlußband des ›Joseph‹ soll im Herbst erscheinen; befürchtet, dass es ohne seine Aufsicht eine schlechte Ausgabe gibt. Hat das ›Gesetz‹ geschrieben, eine Erzählung, die für eine Anthologie bestimmt ist. »Ich habe beschlossen, dem Kriege noch einen mäßig umfangreichen Roman lang Zeit zu geben [...]. Was ich vorbereite, ist einmal wieder etwas Modernes, aber mit mythischen Einschlägen immerhin: eine Art von Teufelsverschreibungsgeschichte, deren Held ein Künstler (Musiker) [ist], kurzum eine unheimliche und komplizierte Sache, die auch die Traurigkeit des deutschen Schicksals mit einschließt.«

Erwähnungen

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