Thomas Mann an Heinz Politzer

Period
Wednesday, October 8th, 1947
Date
8.10.1947
Recipient
Place

Summary

Hat sich in P.’s Lyrik vertieft, »öfters konnte ich Ihren Intuitionen nicht folgen, das Enigmatisch-Genaue nicht ›verstehen‹. Es ist da eine schmerzhaft intime und ausschließende Unverständlichkeit wie oft bei Brentano«. Ist noch müde von der Europareise, – hat Mühe sich für die Goethe-Anthologie zu sammeln, auch beschäftigt ihn das bevorstehende Erscheinen des ›Doktor Faustus‹. Will für P., der beabsichtigt, in die Staaten zu kommen, ein Empfehlungsschreiben ausstellen. Freut sich, dass die ›Neuen Rundschau‹ ein Kapitel aus P.’s Heine-Buch bringen wird. Die Zeitschrift habe Grund, sich interessant zu machen; in Deutschland und Österreich sei ihr schon »allerlei ganz lebhafte Konkurrenz« erwachsen.

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