Thomas Mann an Louise Servicen

Period
Saturday, February 4th, 1950
Recipient
Place

Summary

Kann noch nicht übersehen, ob er die geplante Reise nach Paris im Frühjahr antreten kann [s. Br. an L. Servicen v. 20.4.49]. Er müsse vorher den ›Erwählten‹ beenden. – Die Kosten einer Europareise für zwei Personen machen ihm Sorgen. Auf der vorigen Überseereise hatte er Einkünfte durch seine Goethe-Vorträge, die seine Ausgaben zum Teil deckten. Fragt an, ob Albin Michel die Reise teilweise finanzieren könnte. – Die Reise habe aber trotzdem, schon wegen Erscheinens des französischen ›Doktor Faustus‹, große Anziehungskraft auf ihn, aber auch wegen des Wiedersehens mit seinen französischen Freunden und mit ihr. – Ihre Mitteilung über die geplante Ehrung in der Sorbonne hat ihn tief gerührt, es dürfe aber unter keinen Umständen der Eindruck erweckt werden, dass der Wunsch nach einer solchen Ehrung von ihm ausgehe. Man solle der Universität die Initiative überlassen. Ihm war nicht bekannt, dass Maurice Boucher sich in seiner akademischen Tätigkeit eingehend mit seinem Werk beschäftige; er hätte ihm sonst ein Zeichen seiner Erkenntlichkeit gegeben. Wird ihm wie auch ihr je ein Exemplar der ›Entstehung des Doktor Faustus‹ senden. – Sein Sohn Michael hat sehr erfreut über die Begegnung mit ihr berichtet.

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