Thomas Mann an Walter Rilla

Period
Saturday, December 29th, 1951
Date
29.12.1951
Recipient
Place

Summary

Tröstet R. wegen seiner Zweifel an der Zukunft seines Werkes. Kennt selbst von Jugend auch die Verzweiflung über die Frage: »Was in aller Welt soll daraus werden?« Im Falle ›Buddenbrooks‹ sei es schlimm gewesen, mit dem ›Zauberberg‹ noch schlimmer, am schlimmsten aber bei den Joseph-Geschichten. »Ein richtiger Roman will Weile haben.« Führt als Beispiele die großen Romane der Weltliteratur an. Einmal sei es ihm gelungen, »die Kurzweil« kurz zu fassen: beim ›Erwählten‹. Aber schon bei dem Werk, das er zur Zeit unter den Händen habe, den Krull-Memoiren, trete wieder die Neigung hervor, »selbst etwas so Närrisches ins ›Faustische‹ ausarten zu lassen«. Hofft, dass R. mit seinen tausend Seiten in drei, vier Wochen fertig sein werde.

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