Thomas Mann an Alexander Moritz Frey

Period
Friday, July 10th, 1953
Date
10.7.1953
Recipient
Place

Summary

Bedankt sich bei F., dem ›Die Betrogene‹ gefallen hat [s. Brief an Alexander Moritz Frey vom 2.10.1953 / Reg. 53/280]. Ihm selbst gefiel F.s »mythische Groteske vom Trojanischen Pferd«. Sie habe ihm gezeigt, was man alles machen könnte, es fehlte nur die Dehmelsche »Kleinigkeit: ›Nur Zeit‹«. Ein Studienrat, der den ›Erwählten‹ gelesen hat, schlug ihm vor, nun die ›Achilleis‹ von Goethe in Prosa nachzuerzählen, wie Goethe es selbst ursprünglich vorhatte. »Gar keine schlechte Idee!« [s. Brief an Walter Haussmann vom 4.9.1951 / Reg. 51/377]. Er selbst habe immer allerlei Versuchungen, zum Beispiel die Erzählung von nebeneinander herlaufenden, sich gelegentlich überschneidenden Lebensläufen von Luther, Karl V., Dürer, Hutten, Erasmus, Tetzel, Leo X. und womöglich dem Chef der Firma Fugger. »Aber ich experimentiere langsam an den Krull-Memoiren weiter, da man es von mir verlangt.«

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