Thomas Mann an Jedidjah Habqin
- Period
- Thursday, August 9th, 1934
- Date
- 9.8.1934
- Recipient
- Place
Summary
Freut sich über H.s Interesse am Joseph-Roman. Es sei zwar eigentlich kein Judenbuch, sondern »ein Bilder- und Geschichtenbuch vom Menschen«. Hat aber keinen Einwand gegen die oppositionelle Rolle, in die der Roman ungewollt hineingewachsen sei; lässt daher die Juden auch als seine kompetentesten Beurteiler gelten, wie es in vielen jüdischen Briefen und Besprechungen zum Ausdruck gekommen sei. – Hat sich mit H.s Aufzeichnungen beschäftigt, die er nicht ganz lesen könne. Sie seien eher für die bestimmt, die für das Dokumentarische mehr Sinn hätten als er.
