Thomas Mann an Hermann Hesse

Period
Saturday, October 17th, 1936
Date
17.10.1936
Recipient
Place

Summary

Dankt H. »für das wundersame Traumpoem, so reizend tiefsinnig!« Revanchiert sich mit der Übersendung seines Freud-Aufsatzes. Könne sich aber nicht dazu entschließen, ihm auch noch den jetzt erschienenen ›Joseph in Ägypten‹ zu schicken, wisse nicht, ob H. »Muße und Sinn für diese Scherze« habe. – Ein ganzer Hagel körperlicher Missgeschicke sei in letzter Zeit auf ihn niedergegangen. Zuerst eine Angina beim Besuch seines Bruders Heinrich in Südfrankreich. Dann Neuralgie in der Schulter, eine Gesichtsrose, ein Hautekzem »an ärgerlichster Stelle« und schließlich ein Panaritium am Finger, wodurch er beim Schreiben sehr behindert sei. Der Arzt meint, er müsse seinen Erholungsreisen jetzt den Charakter von Badereisen geben.

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