Thomas Mann an Agnes E. Meyer

Period
Sunday, January 11th, 1942
Date
11.1.1942
Recipient
Place

Summary

Dankt für »das schöne, ernste Buchgeschenk«, das ihn angehalten hat, sich wieder »mit diesem bedeutenden Leben zu beschäftigen, dem eine so eigentümlich zögernde, schwermütige, mehr auferlegte als gewollte und bewußte Größe angehört« [John Dewey?]. Vergleicht ihn mit dem deutschen »großen Mann«, »der meistens ein Unglück [war], oder, wenn das würdiger klingt, ein Verhängnis«. Auf die Karikatur des »großen Mannes« sei das deutsche Volk dann hereingefallen. Fragt sich, wie der europäische Kontinent aussehen wird, wenn der Krieg noch zwei, drei Jahre dauert. Ihn schaudert es, Deutschland wieder zu betreten. Erzählt, dass sie demnächst der Wohnung von M.’s Tochter Florence in ›Bel Air‹ etwas näher rücken werden, denn sein Haus sei so gut wie fertig. Hat die Thamar-Geschichte fast abgeschlossen. Liest viel im ›Faust‹, denn auch er habe eine Art von Weltgedicht unter den Händen, »wenn auch nur ein humoristisches und wunderliches«.

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